| KONTAKT | | HILFE | | HOMEPAGE |
 MyReise   MyTickets   MyShopping 
 
    STARTSEITE
Suche in
  Auswahl

Kategorie:

Aktuelles
Was ist Q-Test.de
Geld verdienen
Mitglied werden
Kontakt

  User Login
Username

Passwort



Passwort vergessen ?
 

Übersicht > Unterhaltung > DVD > A > American History X

    >> Vor- und Nachteile / Bewertung
Vorteile:
Sehr lehrreicher Film mit packender Story

Nachteile:
ab und an sehr brutal




BOMBERJACKEN UND HAKENKREUZE
Bericht wurde 1909 mal gelesen Produktbewertung:  sehr gut
Bericht wurde 0 mal kommentiert Berichtbewertung: 



Dereks Vater ist Feuerwehrmann. Er lebt mit seiner Familie in einem gemütlichen Haus, bis sein Vater eines Tages bei einem Einsatz ums Leben kommt. Seit diesem Tag gibt Derek schwarzen Mitbürgern Schuld am Tod seines Vaters. Er zieht sich immer mehr zurück, denn eigentlich ist er ein intelligenter Schüler und seine Noten sind hervorragend.
Bis er Cameron kennen lernt. Cameron stachelt ihn gegen ausländische Mitbürger auf und mit anderen Jugendlichen, die gefrustet nach einem Job suchen, überfallen sie einen asiatischen Lebensmittelhändler und halten Treffen ab. Derek gerät immer mehr in Cameron’s Fänge und drückt auch durch sein Äußeres seine „rechte“ Haltung aus. Er trägt eine Glatze, Bomberjacke und Springerstiefel, außerdem diverse Hakenkreuztätowierungen.
Eines nachts versuchen drei schwarze, Dereks Wagen zu stehlen, ein Geschenk seines Vaters. Sein Bruder Danny stört Derek uns seine Freundin beim nächtlichen Vergnügen, so dass Derek die Diebe tötet.
Die nächsten zwei Jahre verbringt er im Gefängnis, wo er viel über sich und die Welt lernt. Er arbeitet mit einem Schwarzen in der Wäscherei zusammen, hängt aber sonst mit „Kumpels“ rum. Bis er feststellt, dass diese mit Mexikanern Geschäfte machen. Er wendet sich von ihnen ab und wird brutal vergewaltigt. Der einzige, der ihm mit seinen Worten Mut macht, ist sein ehemaliger Lehrer Dr. Swaeny, ein Schwarzer. Der Lehrer unterrichtet mittlerweile auch Derek’ Bruder Danny, der seinem großen Vorbild nacheifert. Denn Derek ist durch den Mord an den Schwarzen zu einer Ikone der White-Power-Bewegung aufgestiegen und seine Entlassung wird heiß herbeigesehnt.

Danny schreibt derweil einen Aufsatz über Hitler’s „Mein Kampf“, was seinen Lehrern missfällt und der Direktor, Dr. Sweany, verdonnert ihn dazu, einen Aufsatz über Derek zu schreiben. Genau an diesem Tag wird jener aus dem Gefängnis entlassen. Mittlerweile hat er seine Haare wachsen lassen und zeigt ein völlig anderes Wesen.

Am Abend ist eine „Willkommens-Party“ für Derek geplant. Die „Rechten“ haben sich mittlerweile unter Cameron’s Führung zu einer gewaltigen Organisation zusammen gerottet und haben nur auf die Rückkehr ihres „Gottes“ gewartet. Doch es kommt anders, denn Derek will mit dem ganzen Mist nichts mehr zu tun haben und schlägt Cameron nieder. Daraufhin flüchtet er und befiehlt seinem Bruder, sofort mit ihm zu kommen. Mitten in der Nacht erzählt Derek dann von seiner Zeit im Knast und warum er sich von dem Ganzen abwendet. Als die beiden anschließend wieder zu Hause sind, nehmen sie wortlos alle nazistischen Bilder, Flaggen und Berichte von Danny’s Zimmerwand.

Dann erst schreibt Danny seinen Aufsatz.


°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°


Hier ist der Film noch nicht zu Ende, aber es ist an der Zeit, meine Inhaltsangabe an dieser Stelle zu beenden. Der Film ist erschreckend, wachrüttelnd und einfühlsam zugleich. Es gibt viele Szenen, bei denen der Zuschauer einfach nur da sitzt und den Mund nicht mehr zu bekommt. Besonders erschütternd haben auf mich die Szene während der Party gewirkt. Die Kamera schwenkt einmal ringsum und was man zu sehen bekommt, sind Hakenkreuze, Reichsadler, Bomberjacken, Kahlschädel, und eine Person mit Hitlerfrisur und –bart. Im Hintergrund dröhnt Gebolze, denn Musik kann man das wahrlich nicht nennen.

Eine andere Szene, die mich auch sehr berührt hat, ist eine Szene aus dem Knast. Derek liegt bäuchlings auf einer Liege auf der Krankenstation, als sein Lehrer den Raum betritt. Keiner sagt etwas, die beiden sehen sich nicht einmal an, und plötzlich fängt Derek an, hemmungslos wie ein Baby zu schluchzen.

Der Film hat viele solcher Szenen, sie alle aufzuzählen, würde den Rahmen sprengen.



Schauspieler
°°°°°°°°°°°°°°

Edward Norton als charismatischer Skinhead Derek, eine Rolle, die ihm viel abforderte, aber die er mit Bravur gemeistert hat. Seine Mimik und Gestik, ich glaube, besser hätten das nicht viele hinkriegen können. Edward Furlong spielt eine nicht minder anspruchsvolle Rolle. Er mimt Danny, der seinem großem Bruder nacheifert, mit jugendlicher Coolness und kindlicher Naivität.


Ein paar Gedanken von mir
°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°

Wie oft ist diese Thematik schon behandelt worden, in Büchern, Filmen, Geschichtsunterricht, Nachrichten oder Erzählungen. Rassismus und gewaltverherrlichende Propaganda, ebenso wie die Verbreitung von nazistischen Slogans, Parolen und Texten. Aber meiner Meinung nach, hat es bisher nur dieser Film geschafft, einem wirklich die Augen zu öffnen. Wie viele Gedenkstätten gibt es, die daran erinnern, dass Hitler vielleicht ein genialer Politiker gewesen ist, aber auch ein gewissenloser Sadist? Wie viele Schriften und wie viel Filmmaterial ist dazu schon veröffentlicht worden? Es ist reichlich, damit niemand vergisst, dass so viele Menschen ihr Leben gelassen haben, weil eine Person so mächtig und charismatisch war, dass ihr so viele gefolgt sind. Und es gibt leider immer noch Leute, die sich damit identifizieren und mehr aus Langeweile, als aus echter Überzeugung, als Skinhead bezeichnen.

Dieser Film zeigt die Perspektive einer solchen Person, seine Gedanken, seinen Fluchtversuch. Seinen Sinneswandel und auch seine Gefühle.

In meinem Bekanntenkreis kennen nur wenige diesen Film, was ich persönlich sehr schade finde, denn man könnte ihn sogar als Lehrmaterial verwenden.


Die DVD
°°°°°°°°°°

Auf dem Silberling ist leider nicht besonders viel Bonusmaterial, lediglich drei geschnittene Szenen und der Trailer, das war’s auch schon. Sprachen und Untertitel auf Deutsch und Englisch. Freigegeben ist der Film ab 16 Jahren, meiner Meinung nach zu spät, auch 14jährige können mit der Thematik auf diesem knallharten Weg konfrontiert werden.
Trotz des unverschämten Preises von etwa 30€ musste ich diesen Film auf DVD haben. Die Videoversion ist doch schon etwas zu schrabbelig und dieser Film gehört auf jeden Fall in den Schrank!



Geschrieben am: 11. Feb 2002, 11:10   von: tyranessa



Bewertungen   Übersicht


Was ist Q-Test.de | Impressum | Werbung | Geld verdienen | Banner | Counter | Preisvergleich | Download