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Übersicht > Unterhaltung > TV > Talkshows > Die Harald Schmidt-Show

    >> Vor- und Nachteile / Bewertung



BÖSE!?
Bericht wurde 2358 mal gelesen Produktbewertung:  sehr gut
Bericht wurde 1 mal kommentiert Berichtbewertung: 

Harald Schmidt war schon immer einer der seltsamsten Vögel überhaupt. Ich erinnere mich noch an ihn in Maz Ab, einer Sendung in der TV-Wissen gefragt, aber nicht zum Gewinn notwendig war. Vielmehr vergab Schmidt damals Punkte, wenn ihm etwas passte oder zog wieder ab, wenn ein Gast frech wurde. So nach dem Schema, wie man es später beim Voxmusik-Quiz Hast du Töne wiederfand. Später wurde Schmidteinander zum Kult und Gesprächsthema auf jedem Pausenhof. Schon zu dieser Zeit kokettierte Schmidt mit kulturellem Anspruch.

Als es dann soweit war, daß Deutschland seinen eigenen Letterman benötigte, war Schmidt der erste bei dem das Late-Night-Format nicht floppte – bis heute ist er es geblieben. Währenddessen hat Schmidt nun sich selbst „Dirty-Hardy“ zu einem TV-Unikat entwickelt. Präsentiert uns auf der einen Seite den Bildungsbürger, während er auf der anderen Seite genau damit Möchtegernintellektuelle ins Bodenlose karikiert.

Das Erfolgsrezept? Schmidt ist nicht doof. Entweder er ist wirklich das, was man gemeinhin als gebildet bezeichnet (was ich vermute) oder aber seine Hintermänner bereiten ihn gut vor (was wahrscheinlich hinzukommt). Auf eine herablassend ironische Weise plaudert er über Kunst und Kultur, hält dem Nichtwisser einen Spiegel vor ohne dabei wirklich zu verletzen. Genauso wenig läßt er es sich nehmen, dem Zuschauer den letzten Trash zu liefern, und läßt mal eben ein Ikea-Regal aufbauen, um den Beweis anzutreten, ob es in 4 Minuten zu schaffen ist. Zum Programm gehört natürlich, daß Schmidt sich dabei nicht selbst die Finger schmutzig macht. Schmidt beherrscht im Prinzip die ganze Palette dessen, was man gemeinhin als komisch empfindet: Trash, Klamauk, Kabarett, Ironie, Sarkasmus, Zynismus – wobei wohl gerade der Zynismus der Grund ist, warum Schmidt immer wieder ein Gesprächsthema bleibt. Die einen Lachen sich fett, die anderen regen sich auf.

Recht angenehm Schmidts Echtheit: Selbst nicht mehr der Jüngste kratzt es ihn wenig, ob er nun Phänomene wie die No Angels auseinander halten kann oder nicht – und hält damit auch nicht hinter den Berg. Schmidts Auftreten hat sich mit der Zeit gewandelt. Früher der schmuddelig Langhaarige mit bestenfalls Anzug, wie Studienrat XY, trifft man ihn heute modisch getrimmt mit grauen Schläfen im besten schwarzen Fummel – nie ohne die in Anlehnung an die Aidsschleife kreierte BSE-Schleife.

Gut die erste Hälfte der Sendung wird gefüllt durch messerscharfe, bestenfalls ironische, häufig aber bösartig zynische Kommentare zum aktuellen Geschehen. Da hält die Queen ebenso hin, wie der Friseur um die Ecke.. leider geht es häufig auch um Fußball, was ich dann meistens nicht so ganz nachvollziehen kann. Abgerundet werden Schmidts Monologe durch Film- oder Musikeinspielungen oder auch durch andere Aktionen, wovon auch das Saalpublikum nicht immer verschont bleibt.

Charmant bis fies (je nachdem was gerade nicht erwartet wird) werden in der zweiten Hälfte jeweils zwei Gäste ausgefragt. Den Teil sehe ich selten, weil mich die Gäste meist mäßig interessieren.

Schmidt ist es nach langer Durststrecke gelungen seiner Sendung einen Markenstempel aufzudrücken. Gerade im Moment scheint Schmidt einen regen Zulauf zu haben, andere Sendeformate sind dem Zuschauer mittlerweile wohl zu blöde geworden. So vermute ich, daß bei Schmidt noch ewig lange kein Ende in Sicht ist.


Geschrieben am: 03. Feb 2002, 20:23   von: Vampire-Lady



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