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Übersicht > Unterhaltung > Kinofilme > Komödien > Ein Chef zum Verlieben

    >> Vor- und Nachteile / Bewertung
Vorteile:
Hugh Grant, Sandra Bullock, Witz

Nachteile:
Szenen ohne Bullock + Grant, die Nebenrollen




Alte Suppe, neu aufgekocht und gut gewürzt!
Bericht wurde 1763 mal gelesen Produktbewertung:  befriedigend
Bericht wurde 2 mal kommentiert Berichtbewertung: 

Liebeskomödien sind wahrlich nicht mein Fall und deswegen mache ich immer, wenn es geht einen Bogen um sie. Ausnahmen gibt es da nur wenige, nämlich a) wenn mich eine Liebeskomödie aufgrund von Berichten oder der teilnehmenden Schauspieler doch interessiert, b) wenn ich eine solche in der Sneak vorgesetzt bekomme oder c) wenn meine Freundin drängelt, dass sie eine bestimmte Liebeskomödie unbedingt sehen will. Wenn man eine Freundin hat, bleibt einem Punkt c) wohl manchmal halt nicht erspart und so war es auch jetzt einmal wieder: „Ein Chef zum Verlieben“ hieß das von meiner Freundin auserkorene Werk.

Es kam ja schon das ein oder andere Mal vor, dass ich überrascht und begeistert das Kino verließ und ich hoffte inständig darauf, dass dies diesmal wieder der Fall ist. Meistens verließ ich das Kino aber nach 1,5 Stunden Langeweile, Gähnen und Grausen. Wie es diesmal war, wisst ihr nach dem Lesen meines Berichtes, falls ihr ihn lest.

I N H A L T
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Lucy (Sandra Bullock) ist Tochter zweier ausgezeichneter Juristen. Auch sie selbst ist nach einem Studium an der Elite-Uni Havard Juristin geworden. Doch wie von ihren Eltern gepredigt, folgte sie nicht dem Ruf des Geldes, sondern engagiert sich für gute Zwecke, hauptsächlich für die Erhaltung alter Gebäude, die abgerissen werden sollen, um neuen Projekten von Baulöwen wie Donald Trump Platz zu machen. Oder von Baulöwen wie George Wade (Hugh Grant) mit dessen Firma sie deswegen öfters aneinander rasselt.
Als sie eines Tages sich auf den Weg macht um diesen George Wade persönlich zu treffen, und zu verhindern, dass er ein Gemeindezentrum abreißt, in dem sie große Teile ihrer Kindheit verbracht hat, bietet Wade ihr einen Job als Leiterin ihrer Rechtsabteilung an. Lucy denkt erst gar nicht dran, die Seiten zu wechseln, doch dann hört sie, dass sie dadurch über einen großen Spendenfonds verfügen könnten, und mit diesem gutes tun könnte und dass Wade das Gemeindezentrum stehen lässt, wenn sie für ihn arbeitet.

So nimmt sie, wenn auch etwas widerwillig und skeptisch, den Job an. Doch der Job bei George Wade entpuppt sich als der Horror, den neben ihren Fähigkeiten als Juristen, will Wade auch noch ganz andere Dinge von ihr: Nämlich Beratung bei allen wichtigen Fragen und so wird sie des öfteren nachts von Wade angerufen, oder wegen eines Notfalls von einer Hochzeit bei der sie die Trauzeugin ist weggeholt, und dieser Notfall entpuppt sich dann als schwierige Auswahl zwischen unzähligen Anzügen und dazu passenden Krawatten.

Lucy will deswegen kündigen, doch so einfach lässt sie Wade nicht mehr aus ihrem Job und dem sicheren von ihr selbst ausgearbeiteten Arbeitsvertrag heraus. Sie muss erst eine Nachfolgerin finden und diese findet sie schließlich auch in June Carter (Alicia Witt). Doch als diese sich an George heranmacht, steigt in Lucy die Eifersucht und sie stellt sich die Frage: Hasst sie den egoistischen Baulöwen Wade, oder liebt sie den zwar oberflächlichen, aber humorvollen und witzigen George?

M E I N U N G
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Wie schon in meiner Einleitung geschrieben, bin ich ja sehr skeptisch gegenüber Liebeskomödien, doch dieses Mal wurde ich wieder größtenteils positiv überrascht. „Ein Chef zum Verlieben“ brüht zwar wieder einmal eine altbekannte Story einfach nur neu auf, doch diese Story wird so gewürzt, dass daraus eine neue gute Suppe entsteht.

Haupt-Zutat ist dabei eindeutig der Wortwitz, der sich in zahlreichen Dialogen des Films wiederfindet und der einfach höchst amüsant ist und Spaß macht, was auch noch an den Zutaten 2 und 3 liegt:

Sandra Bullock und Hugh Grant gehören beide wahrlich nicht zu meinen Lieblingsschauspielern doch hier übertreffen sich beide selbst, was auch an ihren Rollen liegt.

Sandra Bullock spielt zwar wieder mal die einsame, sich von Fast-Food ernährende und in der Liebe kein Glück findende Frau, aber in meinen Augen spielt sie diese Rolle diesmal besser als die hundert (o.k. ein bisschen übertrieben) Mal, die sie die Rolle schon davor gespielt hat.

Auch Hugh Grant spielt eigentlich fast das, was er immer spielt, einen kleinen Luftikus, der die Frauen um den Finger wickelt (eines der beiden Rollen des Hugh Grant, die andere ist der Hugh Grant, der zu schüchtern ist, Frauen anzumachen), aber auch er übertrifft sich selbst und so stacheln sich beide zu Höchstleistungen an.
Diese Höchstleistungen werden dem Zuschauer am besten dann erkenntlich, wenn die beiden aufeinandertreffen und gemeinsam agieren! Zum Glück ist dies häufig der Fall, denn dies sind die großartigen Szenen des Films, während man den Rest fast komplett vergessen kann. So sind die Szenen, wo beide nicht zusammen agieren, ganz klare Tiefpunkt des Films und verleiten einen fast zum Gähnen. Eine Ausnahme bilden da nur, Dank Dana Ivey und Robert Klein, die Szenen von Lucy und ihren Eltern, sowie eine Szene von Lucy mit ihrer besten Freundin, als es um Lucys letzte Tränen geht (beim Wahlsieg von Bush).

Die restlichen Szenen ohne gemeinsame Beteiligung von Mrs. Bullock und Mr. Grant sind einfach schrecklich, was vor allem auch an Heather Burns liegt, welche es in meinen Augen zu keinem Zeitpunkt geschafft hat, die Rolle der harten Rivalin von Lucy überzeugend darzustellen. Sie wirkt eher wie ein Abziehbild dieser Rolle und dies sorgt auch für einen Spannungsverlust, da man als Zuschauer (auch wenn man das Happy-End sowieso weiß) doch sicher etwas mehr mitfiebert, wenn die Rivalin auch überzeugen kann, und auch eine Chance hätte. Wenn die Rivalin aber, wie ein Brühwürfel in der Suppe harmlos durch die Gegend schwimmt, und dabei doch eigentlich die Suppe zum brodeln bringen sollte und ihr die richtige Würze verleihen sollte, ist das in meinen Augen ein beträchtliches Malus.

„Ein Chef zum Verlieben“ besitzt neben der Lovestory noch ein weiteres Storyelement: Es werden auch kleine und größere Seitenhiebe gegen den Kapitalismus verteilt. Sowohl Lucy als auch ihre Eltern sind gescheite Köpfe, aber vor allem Aktionisten gegen die kapitalistische Zerstörungswut und werden durch den Film auch ein bisschen wie Helden dargestellt. Das stört mich ein bisschen, da hier doch ein wenig zu „weiß“ gemalt wird. Die Familie Kelson wird als perfekt dargestellt. Es wäre zwar wünschenswert, wenn die Menschen so wären, aber ein paar Ecken und Kanten hätten den Rollen nicht geschadet. Die Gegenseite wird natürlich nicht so schwarz gemalt, sonst gäbe es ja keine Chance auf ein Happy-End, wobei man aber auch sagen muss, dass die Rolle von George Wades Bruder noch etwas fieser hätte sein können.
Mir gefallen aber die kleineren Seitenhiebe auf den Kapitalismus und auch die Bush-Regierung besser, so z.B. oben beschriebene Heulszene oder vor allem Donald Trump’s Cameo-Auftritt mit dem er doch ein ganzes Stück Humor beweist, da doch seine Arbeit in diesem Film nicht gerade positiv abschneidet.
Ein weiteren wunderschönen, aber leider viel zu kurzen Cameo-Auftritt hat übrigens Norah Jones. Die Grammy-Gewinnerin darf den Zuschauer mit ihrer wunderschönen Stimme verzücken!

F A Z I T
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Auch wenn es sich bei der Story nur um eine alte Suppe handelt, diese wurde neu aufgewärmt und dabei mit den richtigen Zutaten (vor allem in Person von Bullock und Grant) versehen, so dass ein guter Film dabei herauskommt, der allerdings noch besser geworden wäre, wenn auch die Mitzutaten oder Statisten neben Bullock und Grant hätten überzeugen können bzw. von dem Koch Marc Lawrence (Regisseur und Drehbuchautor) mit mehr Feuer ausgestattet worden wären.

Würzige 7 Punkte auf meiner 10er Skala!

D A T E N
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Titel Deutschland: Ein Chef zum Verlieben
Originaltitel: Two Weeks Notice
Genre: Liebeskomödie
USA 2002, FSK ohne Altersfreigabe, Laufzeit: 101 Minuten

Darsteller: Sandra Bullock (Lucy Kelson), Hugh Grant (George Wade), David Haig (Howard Wade), Alicia Witt (June Carter), Dana Ivey (Ruth Kelson), Robert Klein (Larry Kelson), Heather Burns (Meryl Brooks), Dorian Missick (Tony), Jonathan Dokuchitz (Tom), Veanne Cox (Melanie Corman), Janine LaManna (Elaine Cominsky), Iraida Polanco (Rosario), Charlotte Maier (Helen Wade), Katheryn Winnick (Tiffany), Jason Antoon (Norman), Francie Swift (Lauren Wade) und in Cameo-Auftritten: Mike Piazza, Donald Trump, Norah Jones

Regie: Marc Lawrence
Produzenten: Sandra Bullock, Bruce Berman, Mary McLaglen
Drehbuch: Marc Lawrence
Musik: John Powell
Kamera: Laszlo Kovacs
Schnitt: Susan E. Morse
Ausstattung: Leslie E. Rollins
Kostüme: Gary Jones

W E I T E R F Ü H R E N D E * I N F O R M A T I O N E N
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Offizielle deutsche Website: http://www.warnerbros.de/movies/twoweeksnotice/

Internet Movie Database: http://german.imdb.com/Title?0313737

Online Filmdatenbank: http://www.ofdb.de/view.php?page=film&fid=30119

© Björn Becher 2003


Geschrieben am: 06. Mar 2003, 09:27   von: Bjoern.Becher



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