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Übersicht > Unterhaltung > Kinofilme > Komödien > Natürlich Blond!

    >> Vor- und Nachteile / Bewertung
Vorteile:
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Nachteile:
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1 Blondine + 1 Jurastudium = 1 Barbie McBeal ?
Bericht wurde 2440 mal gelesen Produktbewertung:  sehr gut
Bericht wurde 3 mal kommentiert Berichtbewertung: 

Was kann denn nun kommen? Der erste Sonnabend ist Sneakpreviewtag und ich sitze im Kino mit einem Programmheft und blättere die Filmbeschreibungen, der Filme, die in ein paar Wochen anlaufen, durch, um besser einschätzen zu können, was mich erwartet. Der Film kann es nicht sein und der erst recht nicht. Juristen sind Spaßbremsen, zumindest wenn man Partys der unterschiedlichen Fakultäten der hier ansässigen Universität vergleicht. Stellt man zwei Juristen nebeneinander, dann fangen sie ein Fachgespräch an und das geht dann, bis die Party zu Ende ist, oder noch länger. Wie will man einen lustigen Film über Juristen machen? Worüber soll man überhaupt lachen können? Über Blondinen gibt es viele Witze. Witze ist nett ausgedrückt, denn Kalauer beschreibt es besser. So etwas im Filmformat muß ich mir nicht antun. „Natürlich blond“ ist auch eine Teeniekomödie und die Altersbeschränkung für die Sneakpreview war 16 Jahre. Also weiter im aktuellen Programmheft vom Cinestar geblättert was es sein könnte. Ein Actionfilm könnte es sein, denn warum die Altersbeschränkung. Leider steht in dem Magazin keinerlei Hinweis auf eine Altersfreigabe. Also weiter raten und sich überraschen lassen.

Nach der üblichen halben Stunde Werbung, fing der Film endlich an. Was ist das denn? Das, was auf der Leinwand herumläuft, sieht ja aus wie eine lebendige Barbiepuppe. Und der Titel im Vorspann bestätigt meinen ersten Eindruck. Nein, bitte keinen Blondinenfilm, ich will was Lustiges, was Anspruchsvolles oder wenigstens einen Film, wo anständig Blut fließt. Nun habe ich die Karte schon bezahlt und bleibe sitzen. Meinen Kulturmasochismus habe ich auch schon lange, wenn man von „Scary Movie 2“ absieht, nicht mehr richtig ausgelebt. Also wird mal wieder so richtig gelitten. Aber es sollte anders kommen als gedacht, denn der erste Eindruck ist nicht immer der richtige.

Wir befinden uns in der kleinen Plüschwelt einer Berufsblondine namens Elle wieder. Ihr Leben ist ein einziges Klischee. Sie liebt die Farbe Pink und darum ist alles um ihr in der Farbe gehalten. Ihre Kleidung ihr Zimmer, bis hin zu ihren Plüschtelefon. Ihre Bibel ist die Comopolitain und ihr Hauptfach auf der Highschool Mode. Elle ist verliebt und zwar in Warner, einen Sprößling aus einer Politikerfamilie, der ihr aber am Anfang des Filmes den Laufpaß gibt, da er eine Frau haben „muß“, mit der er repräsentieren kann. Elle ist am Boden zerstört und weiß nicht mehr weiter. Sie will ihn wiederhaben, das Problem ist aber, wie sie es schaffen soll. Da kommt sie auf die Idee, daß sie sich in Harvard einschreiben muß, um dort wie Warner Jura zu studieren. Da ist das erste Problem, daß sie die Zulassung erhalten muß. Sie, die sich sonst nur anständig schminken kann, muß etwas für ihre Bildung tun. Sie nimmt an der notwendigen Prüfung teil und ........... besteht.

Nun ist sie an ihrem vorläufigen Ziel angekommen, Harvard. Sie ist dort der pinke Farbtupfer inmitten einer großen Schar von langweiligen grauen Mäusen. Es ist absolut nicht ihre Welt, keiner mag sie, alle belächeln sie und Warner hat sich zu allem Überfluß noch eine neue Verlobte angelacht. Der einzige Beistand, den sie hat ist die Frau im Schönheitssalon, die ihre Maniküre macht. Elle will aufgeben, wird aber motiviert weiterzumachen. Sie fängt an sich dem Umfeld anzupassen, dabei aber ihre Identität nicht aufzugeben. Was daraus resultiert ist eine Konfrontation zwischen zwei Welten, was der Handlung eine Menge Komik beschert.

„Natürlich blond“ ist ein Spiel mit vielen Klischees, welches aber nicht negativ ausgelegt ist. Der Charakter von Elle ist dem Zuschauer am Anfang zwar eine Menge Lacher wert, am Ende ist es aber das Gegenteil. Sie beweist, daß die Klischees nicht stimmen und negiert so die Witze über Blondinen. Sie zeigt, daß auch Wissen relativ ist und daß man selbst mit gewöhnlichem „Blondinenwissen“ viel anfangen kann. Mit dem Studium wird langsam aus der naiven Blondine eine selbstbewußte Frau.

Zugegegeben, die Story ist etwas leicht und nicht ganz nachvollziehbar, wenn man die wirkliche Realität betrachtet. Der Sinn, der zwischen den Filmrollen klemmt, ist aber nicht so simpel. Die Komik ist auch nicht so flach, wie man vermuten könnte. Die Gags werden nicht auf Kosten einiger Charaktere gemacht, sondern entstehen beim Zusammenprall der Leute zweier unterschiedlichen Welten. Es ist also kein echter Blödelstreifen, sondern ein Film, mit einem sehr tiefgründigen Humor, der sich dem aufmerksamen Zuschauer im Laufe der Handlung immer besser erschließt.

Der Name der Hauptdarstellerin Reese Witherspoon sagt mir bisher nicht viel. Aber in der Rolle als Elle ist sie voll aufgegangen. Man kann nur hoffen, daß sie in Zukunft nur in guten Filmen mitspielt, denn aus ihr könnte etwas werden. Beide Seiten ihrer Rolle brachte sie glaubhaft rüber, also nicht nur die naive Blondine, sondern auch die immer selbstbewußter werdende junge Frau auf dem College. Die übrigen Darsteller waren gut, da die Rolle der Elle, die eigentliche Attraktion im Film ist, werde ich auf sie nicht näher eingehen.

Die Frage, warum der Film erst ab 16 Jahren freigegeben ist, beschäftigt nicht nur mich. Es kommt in diesem Film kein Blut und keine wirklich obszönen Bemerkungen vor. Und diese Beschränkung ist für eine Teeniekomödie doch etwas lächerlich und ungerechtfertigt. Wer mal wieder über viele intelligente Witze lachen möchte, dem sei der Film ans Herz gelegt. Die Bewertung ist recht schwierig, ich schwanke zwischen gut und sehr gut. Da der Film im Verhältnis zu anderen Teeniefilmen doch Längen besser ist, verteile ich die bessere Note.



PS: Den Film können sich übrigens auch Leute mit brünetten, roten, schwarzen ... oder blauen Haaren anschauen.


Geschrieben am: 23. Jan 2002, 11:27   von: MatthiasHuehr



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